Implantologie

Implantate beruhen heute auf einer ausgereiften Technik. Und der operative Eingriff dafür läuft bei uns absolut minimalinvasiv ab. Herkömmliche Zahnprothesen wie wir sie von unseren Eltern und Großeltern kennen, zeichneten sich nicht gerade durch Komfort aus. Sie bereiteten oft beim Essen und Sprechen Probleme, hafteten nicht oder verursachten Druckstellen. Vom Gefühl, einen Fremkörper im Mund zu haben, ganz zu schweigen. Die moderne Alternative sind heute Implantate. Diese werden fest verankert - getragen von so genannten „enossalen Implantaten - künstlichen Zahnwurzeln aus Titan (oderen anderen Materialien), die in den Kiefer eingepflanzt werden. Sowohl einzelne Zähne lassen sich so ersetzen als auch größere Zahnlücken überbrücken. Gerade bei letzterem mussten früher für klassische „Brücken“ gesunde Nachbarzähne beschliffen werden, um den Zahnersatz zu verankern. Auch völlig zahnlose Ober- und Unterkiefer können mit dieser Technologie versorgt werden. Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 500 000 Implantate gesetzt - eine ausgereifte Behandlung also.

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Der Behandlungsablauf

Wie jeder operative Eingriff, muss auch der Einsatz eines Zahnimplantats sorgfältig vorbereitet werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Die ausführliche Beratung über alle medizinisch-technischen Möglichkeiten, über Risiken sowie die Kosten sind bei uns selbstverständlich.

Am Anfang der Behandlung steht eine ausführliche Abklärung der Krankheitsgeschichte inkl. Röntgenaufnahmen und einer genauen Untersuchung, ob eine Implantatsversorgung überhaupt möglich ist.
Eine Rolle spielt auch die individuelle Qualität und Quantität des Kieferknochens sowie die zu erwartende Belastung.

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Grafik: Fotolia/Piumadaquila


Für die eigentliche Implantation genügt in der Regel eine örtliche Betäubung. Üblicherweise öffnet der Zahnarzt die Schleimhaut über dem Kieferknochen mit einem Schnitt und bereitet mit Spezialbohrern den Knochen für die Aufnahme des Implantats (künstliche Wurzel) vor.
In unserer Praxis geschieht dies auf absolut minimalinvasive Art - d.h. das Zahnfleisch wird bei uns in 90% der Fälle nicht aufgeschnitten. Der komplette Behandlungsablauf erfolgt nur durch ein winziges Loch in der Schleimhaut (Schlüsselloch-OP).

Möglich wird dies durch die perfekte Vorbereitung anhand der gewonnenen 3D-Daten (siehe Beitrag rechts) sowie durch spezielle Instrumente. Das Verankern des Implantats dauert – vom ersten Schnitt bis zum Vernähen der Wunde – selten länger als eine Stunde. Patienten sollten das Wundgebiet nach dem Eingriff kühlen. Nach dem Einsetzen wachsen die Implantate mehrere Monate in den Kieferknochen ein. Der Heilungsprozess wird regelmäßig bei Kontrollterminen überprüft. Danach können die Schleimhaut und die Implantatköpfe geöffnet werden, um die Überkonstruktion - den eigentlich sichtbaren Teil des Zahnes - an der künstlichen Zahnwurzel zu befestigen. Nach der Einheilphase beginnt die prothetische Behandlung, die je nach Umfang üblicherweise zwischen ein und drei Sitzungen umfasst. Bei ihr passt der Zahnarzt den eigentlichen Zahnersatz an.

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Die Beiträge rechts führen Sie tiefer in das Thema ein. Wir beschreiben darin die drei in unserer Praxis verwendeten Arten von Implantaten und unser 3D-Röntgengerät, das für den Eingriff die notwendigen Bilddaten liefert.